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Der Ortsteil Waldhausen ist seit vielen Jahren zu der Parochie Martinskirche gehörend. Für die Gemeindemitglieder in Waldhausen war es schon lange ein Wunsch, einen Begegnungsort zu haben. Dieser sollte natürlich für Gottesdienste, aber auch für Gruppen und Veranstaltungen geeignet sein. Die Suche und der Zufall brachten die hinteren Räumlichkeiten des Waldhausener Bürgerhaus ins Gespräch. Aufgrund ihrer andersartigen Nutzung durch die Feuerwehr, war aber klar, dass es ein sehr langer Weg sein würde, bis diese Räume ein Gesicht bekämen. Und es mussten die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, denn ohne diese geht es nicht.
Es gab ein unermüdliches Vorantreiben, wenn auch die Zwischenstationen manchmal sehr entmutigend waren. Gleichzeitig wurden einige kreative Sammelaktionen gestartet, denn ohne das liebe Geld geht es eben auch nicht. Aber im Februar 2010 war es soweit. Jetzt konnte endlich zusammen mit dem Architekten an den Ausbau gegangen werden.
Nun waren wieder viele Hände gefragt - vor staubigen Arbeiten durfte man nicht zurückschrecken. Aber es nahm alles seinen Lauf, irgendwie lag auch ein Segen auf dem ganzen Vorhaben. Und es waren treibende Kräfte vorhanden, ebenso wie ein Miteinander interessierter Waldhäuser Bürger.
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Pfr. Ziellenbach überreicht die Stola ----------------- Die Fürbitten

Herr Hiesinger trat als erster ans Rednerpult; er spannte einen Bogen von den ersten Ideen bis zur Fertigstellung
Nach diesen langen Arbeiten war es soweit. Eine große Schar von Gästen kam, um bei diesem fröhlichen Anlass dabei zu sein. Der Raum selbst reichte natürlich nicht zum Feiern aus, aber es ist ja der Bürgersaal nebenan vorhanden. Musik gehörte dazu wie eine ganze Zahl von Reden und Grußworte. Aber aus allen konnte man heraushören, dass es sehr viel Bewunderung für das Gelingen eines solchen Projektes gab und noch mehr für das Ergebnis. Die Hilfsbereitschaft und der Gemeinschaftsgeist - auch über die Konfession hinaus - wurde immer wieder angesprochen.
Mittlerweile ist diese neue Begegnungsstätte schon sehr angenommen und ins Gemeindeleben integriert.
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Pfarrer Metzger ließ seinen Grüßen noch einen Nikolaussack folgen
Großer Wert wurde auf die Raumausstattung gelegt. Es mussten ja Kanzel, Altar und Kreuz vorhanden sein. Hierzu konnte Knut Koschel, ein Waldhäuser Holzgestalter gewonnen werden.
Er hat ein sehr überzeugendes Dreigespann geschaffen, das sowohl in seiner Formgestaltung, als auch in der Holzauswahl sehr viel Anerkennung bei den Besuchern fand.
Herr Koschel hat seine Arbeitskraft unentgeltlich dem Projekt zur Verfügung gestellt.
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Der Altar mit dem Kreuz

Die Auferstehung. Ganz unten das leere Grab.
Hierfür konnte die Waldhäuser Künstlerin Susanne Traub gewonnen werden. Es ist eine alte Tradition, dass der Altar mit dem sog. Antependium und die Kanzel mit Paramenten geschmückt werden. Diese tragen Farben, die bestimmten Festtagen und den zugehörigen Zeitperioden zugeordnet sind.
Und insgesamt können sie ein Thema der Kirche oder des Kirchenraumes symbolisieren.
Frau Traub hat sich die Arbeit nicht einfach gemacht. In vielen Gesprächen mit den Gemeindemitgliedern und auch dem Architekten wurde ein Gesamtkonzept erarbeitet, das vor allem die Idee des Raumes und deren Benutzer widerspiegelt.
Diesen Erkenntnisprozess kann man am ehesten nachverfolgen, indem man die Worte von Frau Traub nachliest: Es war eine glückliche Idee am Einweihungsgottesdienst Frau Traub zusammen mit Pfr. Metzger eine "Doppelpredigt" halten zu lassen.
Viel direkter kann man nicht erfahren, wie das Werk entstand und welche Gedanken - aber auch welch langer Weg - dahinterstehen.
Zum Lesen hier
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Den Altar sieht man ganz oben am Seitenbeginn.
Drei der vier Paramente (Anklicken vergrößert!)